Gründung und Tätigkeit von regulierten Immobilienanlagegesellschaften in Ungarn

Häufig stellt sich die Frage seitens Geschäftsleute die in Ungarn in wertvolle Immobilien investieren möchten, in welcher Rechtsform diese Investitionen am günstigsten realisiert werden können.

Zur Schaffung einer regulierten Immobilienanlagegesellschaft ist im Sinne des Gesetzes eine öffentliche Aktiengesellschaft zu gründen, die auch vom Nationalen Finanz- und Zollamt  als solche registriert wird. Eine solche Aktiengesellschaft muss ein Startkapital von mindestens 5 Milliarden HUF (etwa 16.000.000,00 EUR) haben. Im Sinne des Gesetzes über die Immobilienanlagegesellschaften darf sich eine solche Gesellschaft ausschließlich mit dem Kauf, der Vermietung und dem Betrieb von eigenen Grundstücken, mit Immobilienverwaltung und Gebäudebetreuung, mit Vermögensverwaltung sowie mit den Organisierungsarbeiten von Gebäudebauprojekten beschäftigen.

Eine Immobilienanlagegesellschaft kann ausschließlich in Projektgesellschaften, anderen regulierten Immobilienanlagegesellschaften und in solchen Wirtschaftsgesellschaften Beteiligungen haben, die sich als Haupttätigkeit mit der Organisierung von Gebäudebauprojekten befassen. Die Immobilienanlagegesellschaft muss im Verhältnis zum Gesamtnennwert des gesamten gezeichneten Kapitals eine solche, mindestens 25%-ige Aktienreihe haben, deren Besitzer (mittelbar oder unmittelbar) höchstens je 5% des Gesamtnennwerts des gesamten gezeichneten Kapitals besitzen dürfen. Mindestens 25% der Aktien der Gesellschaft sind an der Börse einzuführen.

Es ist noch wichtig zu erwähnen, dass die regulierten Immobilienanlagegesellschaften und ihre Vorgesellschaften von der Bezahlung der lokalen Gewerbesteuer und der Körperschaftsteuer befreit werden, sowie eine ermäßigte, 2%-Grunderwerbsteuer auf den Erwerb des Eigentums- bzw. Vermögensrechtes der von ihnen erworbenen Grundstücke zu zahlen haben. Die Höhe der derzeit in Ungarn geltenden allgemeinen Grunderwerbsteuer ist 4%.

BALÁZS & KOVÁTSITS Rechtsanwaltskanzlei